Nicolaus-August-Otto-Schule
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Schülerinnen und Schüler der IGS-Nastätten polieren Stolpersteine

Montag, der 07. Dezember 2020 in Nastätten. Gemeinsam versammelten sich die Stammkurse der MSS 11 morgens mit ihren Tutorinnen und Tutoren Frau Marx, Herrn Hillingshäuser-Marx und Herrn Dietrich auf dem Schulhof der IGS Nastätten.  Denn an diesem Tag ging es darum, einmal mehr derer zu gedenken, die während der nationalsozialistischen Herrschaft unterdrückt, schikaniert und umgebracht wurden; die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Nastättens. Die Schülerinnen und Schüler machten sich auf, die Stolpersteine in Nastätten aufzupolieren.

Im Jahr 2019 fand die letzte der drei Verlegungen der Stolpersteine für Nastätten statt. Insgesamt wurden 60 Gedenksteine in der Nastätter Innenstadt verlegt. Vor fünf Jahren, im Frühling 2013, schlugen Schülerinnen und Schüler der damaligen Realschul-Abschlussklassen 10 vor, zum Gedenken an die ermordeten Nastätter Juden zurzeit des Nationalsozialismus „Stolpersteine“ in Nastätten setzen zu lassen. In den Bürgersteig vor den ehemaligen Wohnhäusern wurden Gedenktafeln aus Messing eingelassen, auf denen die Namen der Menschen stehen, die dort wohnten.  

Die „Stolpersteine“ sind ein Kunstprojekt von Gunter Demnig, durch das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, politischen Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer zurzeit des Nationalsozialismus lebendig erhalten wird. Mittlerweile sind die Stolpersteine das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Das Projekt der Schule wurde von Frau Schleiden, der ehemaligen Schulleiterin, und unter der Mithilfe von Frau Keltsch ins Leben gerufen. Frau Schleiden sowie Herr Güllering und Herr Ludwig waren am Montagmorgen gemeinsam mit dem Schulleiter Herrn Landes anwesend, um die freiwilligen Helfer zu begrüßen.

Alle waren sich einig: Es ist nie zu spät für einen Akt der Solidarität. Vor allem in Zeiten von Covid-19 ist es wichtig, die Gemeinschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

Es war schön zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht von den Corona-Regelungen und Abstandsregeln demotivieren ließen und gemeinsam etwas für unsere Gesellschaft unternommen haben.

Text unter Mitwirkung von Lea Maxime Nikolic