Nicolaus-August-Otto-Schule
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Berlinexkursion des Sozialkunde-Leistungskurses der NAOS Nastätten (MSS 12)

Der Sozialkunde Leistungskurs in der MSS 12 der Nicolaus-August-Otto-Schule Nastätten unternahm eine Exkursion nach Berlin, um einen Einblick in die Politik zu bekommen.

Um 05:15 Uhr standen 15 Schülerinnen und Schüler müde, aber auch aufgeregt am Bahnhof in St. Goarshausen, um mit Frau Wollschlag und Herrn Dietrich nach Berlin zu fahren. Dort angekommen, besuchten wir zuerst den Bundesrat und wurden dort freundlich von einem Politikwissenschaftler in Empfang genommen. In einem Saal nahmen wir alle Platz und realisierten schnell, dass wir nun eine Plenarsitzung nachstellen würden. Schüler und Lehrer repräsentierten ein Bundesland und durften mit darüber abstimmen, zu welchem Thema wir eine Stellungnahme formulieren wollten. Die Mehrheit entschied sich für eine Stellungnahme zu einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Ein Schüler übernahm das Amt des Verkehrsministers und wir wurden dazu aufgefordert, als Bundesländer zu argumentieren, weshalb ein Tempolimit durchgesetzt werden sollte oder nicht. Am Ende stimmte die Mehrheit für ein Tempolimit. Zudem bekamen wir die Chance, den Plenarsaal im Bundesrat zu sehen.

Danach verließen wir den Bundesrat und durften in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir nutzen die Zeit und fuhren zum Brandenburger Tor und entdeckten das Großstadtleben.

Am nächsten Tag machten wir uns morgens auf den Weg zum Bundestag. Hier mussten wir zunächst durch die Sicherheitskontrolle, bevor wir den Bundestag betreten durften. Im Plenarsaal konnten wir für eine Stunde den Debatten der Bundestagsabgeordneten zuschauen. Im Anschluss hatten wir hatten die Möglichkeit, die Kuppel des Bundestages zu besuchen und von oben über einen großen Teil von Berlin zu schauen.

Anschließend gingen wir in das Paul-Löbe Haus, wo wir die Chance bekommen sollten, mit der SPD Abgeordneten Gabi Weber zu reden. Leider war sie an diesem Tag erkrankt und so übernahm ihr Mitarbeiter Herr Franke von der SPD ihren Job. Er bot uns einen detaillierten Einblick in das Leben eines Bundestagsabgeordneten und beantworte uns unsere politischen Fragen. Nachmittags konnten wir das jüdische Museum in Berlin besuchen und uns die Ausstellung dort ansehen.

An unserem letzten Tag in Berlin besichtigten wir das ehemalige Stasigefängnis Hohen-Schönhausen. Zunächst schauten wir uns einen Film über das Gefängnis an, der einen Einblick in das Leben dort gewährte. Dann wurden wir freundlich von einem Zeitzeugen in Empfang genommen, der selbst in dem Gefängnis inhaftiert gewesen war, da er versucht hatte aus der DDR zu fliehen. Er zeigte uns, wie das Gefängnis aufgebaut war und auch, wo er eingesperrt gewesen war. Danach bekamen wir eine Führung durch Teile des Gefängnisses. Wir konnten in einige Zellen hineinschauen und sahen auch die Büros der Mitarbeiter. Der Mann erklärte uns, wie sein Leben dort ablief und wie man die Gefangen manipuliert hat.

Als wir im Anschluss alle wieder im ICE auf den Weg nach Frankfurt saßen, waren wir alle glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Hannah Becher MSS 12