Dritter Stern für die gute Mittagsverpflegung

Mensa der IGS Nastätten: Dritter Stern für die gute Mittagsverpflegung

 

Nr. 252 – 13. November 2017 / Rhein-Lahn-Kreis. Große Freude an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Nastätten: Die Mensa wurde mit drei Sternen für ihre gute Mittagsverpflegung ausgezeichnet. Landrat Frank Puchtler und Schulleiter Ulrich Landes stellten die Auszeichnung, die von der rheinland-pfälzischen Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken verliehen wurde, jetzt der Öffentlichkeit vor. Ihr Dank galt dabei allen, die an diesem großen Erfolg beteiligt waren.

 

Hinter der Verleihung der Sterne steckt der „Qualifizierungsprozess für die Mittagsverpflegung in Schulen“, mit der die „Vernetzungsstelle Schulverpflegung“, angesiedelt beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (Montabaur), rheinland-pfälzische Schulen begleitet, die das Essen bzw. die Verpflegung insgesamt weiter optimieren möchten. „Insgesamt waren bzw. sind 129 Schulen in diesem Prozess, 66 davon haben den ersten Stern erhalten, 36 wurden bereits mit dem zweiten Stern ausgezeichnet, 29 Schulen haben bereits den dritten Stern“, berichtet Bärbel Euler, die Ansprechpartnerin des DLR für dieses Projekt. „Die IGS Nastätten ist die erste Schule im Rhein-Lahn-Kreis, die nun den dritten Stern erhalten hat“, freut sich Landrat Frank Puchtler über den Erfolg der kreiseigenen Schule.

 

Wie die Bezeichnung „Qualifizierungsprozess“ schon sagt, waren für die Auszeichnung mit dem dritten Sterns einige Anforderungen zu erfüllen. Zum einen galt es zunächst, die Qualitätsstandards  der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu erfüllen, das heißt: das Mittagessen in der Schule soll gesund und zugleich lecker sein. Abwechslung im Speiseplan, viel Obst und Gemüse, weniger Paniertes und Frittiertes, aber auch weniger Fleisch, dafür einen höhere Vollkornanteil – es ist leicht zu erkennen, wie hoch die Herausforderungen waren. So wurde ein „Runder Tisch“ mit Schülern, Lehrern, Eltern, Caterer etc. eingerichtet, Probeessen durchgeführt, Verpflegungsbeauftragte ernannt, der bisherige Speiseplan analysiert und ein Maßnahmenkonzept (samt Zeitplan) entwickelt, um zunächst den ersten Stern zu erhalten. Dann wurde eine Befragung der „Kunden“,  also der Schülerinnen und Schüler, durchgeführt und auch „Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung“ ergriffen. Die Teilnahme am „Tag der Schulverpflegung“ und der Besuch des „Kochbusses“ standen ebenso auf dem Programm wie die Aufnahme des Themas „Ernährungsbildung“ z.B. ins Wahlpflichtfach „Haushalt und Soziales“. Gerade die Schülerinnen und Schüler mit der Herstellung von gesundem, schmackhaftem Essen vertraut zu machen und damit die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, waren ein wichtiges Qualitätskriterium, um den zweiten Stern zu erhalten.

 

Als besonders positiv während des ganzen Prozesses wurde die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung Scheuern hervorgehoben, die das Essen für die IGS liefert. Die Stiftung bietet auch eine „Grüne Linie“ an, die von der DGE zertifiziert ist und somit die Anforderungen für die Sterne-Vergabe erfüllt.

 

Um schließlich den dritten Stern, auf den Schulleiter Landes und seine Mitstreiter besonders stolz sind, zu erhalten, waren weitere Anforderungen zu erfüllen. So wurde beispielsweise ein Verpflegungskonzept für die Schule erstellt und in das Leitbild der Schule integriert und auch das Thema „Wasser“ wurde im Unterricht behandelt – um nur zwei Punkte zu nennen. Insgesamt gesehen zeigten sich alle Beteiligten mit dem „Qualifizierungsprozess“ äußerst zufrieden. Schließlich soll das Mittagessen den Schülerinnen und Schülern nicht nur schmecken, sondern die Grundlage für ein gesundes Aufwachsen der Kinder legen. Durch gute Schulverpflegung sollen die Kinder mehr Lebensqualität erhalten und ihre Leistungsfähigkeit steigern können“, so Ernährungsexpertin Bärbel Euler abschließend.

 

Für Sonja Brach, als Mitglied der Schulleitung für das Ganztagsangebot der IGS  zuständig, spiegelt der dritte Stern für die Mensa auch „unsere gelungene Arbeit im Ganztagsbereich wider“. Mit berechtigtem Stolz ergänzt sie: „Mit 115 Schülerinnen und Schüler, die verbindlich den Ganztag besuchen, und eine Menge weiterer Schüler, zu Spitzenzeiten mehr als 150, die z.B. mittwochs unsere AG-Angebote im Ganztag nutzen, stehen wir im Rhein-Lahn-Kreis sehr gut da.“

 

 

Alle Beteiligten – von links: Bärbel Euler vom DLR Montabaur, Petra Maus (Pädagogische Fachkraft), Schulleiter Ulrich Landes, Sonja Brach (Mitglied der Schulleitung), Christiane Schmidt (Pädagogische Fachkraft), Gerhard Panny (Stiftung Scheuern) und Landrat Frank Puchtler –  freuten sich, dass gemeinschaftlich der „Qualifizierungsprozess“ für eine gute Schulverpflegung erfolgreich abgeschlossen und mit dem dritten Stern ausgezeichnet wurde.